Vertragsfalle · Dienst- und Werkvertrag
Abwerbeverbot und Vermittlungsgebühr
Sie dürfen 12 bis 24 Monate nach Vertragsende nicht mit den Kunden, Mitarbeitern oder Partnern des Auftraggebers arbeiten, nicht unter Umgehung der Agentur oder Plattform vom Endkunden angestellt werden, und bei Verstoß wird ein fester Vermittlungsbetrag in Höhe eines Prozentsatzes des Jahresgehalts fällig.
- Schwere
- Teuer
- Wie oft sie vorkommt
- Häufig
- Hält sie?
- Hängt vom Land ab
- Formulierungen
- 19
So steht es im Vertrag
Redline gleicht diese Formulierungen wörtlich mit Ihrem Dokument ab. Verwender erfinden selten neue Sätze — sie kopieren sie, deshalb tauchen dieselben Formulierungen in völlig verschiedenen Verträgen auf.
In englischsprachigen Verträgen
- shall not solicit
- shall not, directly or indirectly, solicit, hire or engage
- any employee, contractor or customer
- non-circumvention
- conversion fee
- placement fee
- equal to __% of annual compensation
- for a period of twelve (12) months following
- no-hire
- introduced through the Platform
In russischsprachigen Verträgen
- не привлекать сотрудников Заказчика
- не переманивать работников
- не заключать договоры с клиентами Заказчика напрямую
- в обход Агентства
- штраф в размере 12 окладов
- запрет на прямое сотрудничество
- не вступать в договорные отношения с контрагентами Заказчика
- в течение 24 месяцев после прекращения
- плата за переход специалиста
Prüfen Sie Ihren eigenen Vertrag
Fügen Sie eine Klausel, eine Seite oder das ganze Dokument ein. Nichts verlässt Ihren Browser: der Abgleich läuft hier auf dieser Seite gegen die Formulierungen oben.
Warum das wehtut
Für Subunternehmer und Plattform-Freelancer nimmt das genau die besten künftigen Kunden weg — die, die man gerade über die Arbeit kennengelernt hat —, und die feste Gebühr wird in der Regel durchgesetzt; Absprachen zwischen Unternehmen, sich gegenseitig keine Mitarbeiter abzuwerben, können kartellrechtswidrig sein.
Ist das bei Ihnen wirksam
Dieselbe Klausel kann im einen Land üblich und im anderen unwirksam sein. Es folgt, was das Recht dort sagt, wo Sie sind — keine Beurteilung Ihres konkreten Vertrags.
Auch im B2B gilt die AGB-Kontrolle: § 310 Abs. 1 BGB nimmt Unternehmer nur von den Klauselverboten der §§ 308, 309 BGB aus, die Inhaltskontrolle nach § 307 BGB bleibt — und die Zahlungsfristen begrenzt § 271a BGB auf grundsätzlich 60 Tage.
USA
- Fundstelle
- AMN Healthcare v. Aya
- Edwards v. Arthur Andersen
Europäische Union
- Fundstelle
- Art 101 TFEU
Vereinigtes Königreich
- Fundstelle
- CMA
- Coppage v Safety Net
Russland
- Fundstelle
- 135-ФЗ
- ст. 11
- ст. 22 ГК
- ст. 333
- ст. 37
- ст. 421
- ст. 9 ТК
Wo das tatsächlich passiert ist
Behördenverfahren, Gerichtsentscheidungen und die Verträge, um die gestritten wurde.
- Freelancer.com User Agreement — 24-month non-circumvention; fee up to 30% of projected annualised compensation and/or USD 3,000 per infraction
- Upwork Terms of Service 'Opt-Out' — 24-month non-circumvention with conversion fee
- AMN Healthcare, Inc. v. Aya Healthcare Services (Cal. Ct. App. 2018) — employee non-solicit void
Was zu tun ist
Der Reihe nach: von der Sache einer Minute bis zu der, für die ein Brief nötig ist.
- Auf Kunden begrenzen, zu denen Sie tatsächlich über diesen Vertrag Zugang hatten und die Sie nicht schon kannten
- Auf 6 bis 12 Monate begrenzen
- Unaufgeforderte Anfragen und öffentliche Stellenanzeigen ausnehmen
- Feste Vermittlungsgebühren streichen oder auf einen realistischen Personalvermittlersatz setzen
- In Deutschland sind reine No-Hire-Absprachen zwischen Unternehmen nach § 1 GWB kartellrechtlich riskant, und eine Mandantenschutzklausel gegenüber einem Selbständigen ist nur wirksam, wenn sie zeitlich, räumlich und gegenständlich angemessen begrenzt ist (§ 138 BGB).
Klauseln, die meist mitkommen
Wer eine dieser Klauseln verwendet, verwendet meist gleich mehrere.